# Gelbes Band: Obst retten und teilen
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Ein Band, das verbindet Link to heading
— was hinter der Aktion steckt
Vielleicht habt ihr in schonmal Zeit beim Spazierengehen bunte Schleifen an Obstbäumen gesehen. Das Gelbe Band ist seit einigen Jahren das Symbol für gelebte Lebensmittelwertschätzung. Obstbaumeigentümer*innen, die ihre Ernte teilen möchten, markieren ihre Bäume mit einem gelben Band und laden damit die Allgemeinheit ein, sich zu bedienen. Laut dem Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen dürfen so gekennzeichnete Bäume kostenlos und ohne Rücksprache für den Eigenbedarf abgeerntet werden. Diese Initiative hat eine enorme Wirkung: Zwischen 2020 und 2025 verfünfachte sich die Zahl der Bäume in manchen Regionen, und damit gelangten tausende Kilo Obst statt in den Müll auf unsere Teller.
Dabei ist das Gelbe Band mehr als nur eine Schleife. Es erinnert uns daran, wie kostbar regionales Obst ist und wie wichtig es ist, Ressourcen zu teilen. Das Ernteprojekt verfolgt das Motto „Teilen gegen Lebensmittelverschwendung” und hilft, genießbares Obst vor dem Verderb zu bewahren. Gleichzeitig stärkt es die Begegnung zwischen Menschen, die Obstbäume besitzen, und denen, die gerne selber pflücken möchten.
Hubs × Gelbes Band Link to heading
Eine neue Kategorie für eure Bäume
Um diese wunderbare Initiative zu unterstützen, führen wir in unseren Hubs jetzt die Kategorie „Gelbes Band” ein. Hubs sind eure Nachbarschaftsorte — kleine Begegnungsräume, die ihr auf unserer Karte anlegt, um sie mit anderen zu teilen. Bisher konntet ihr dort beispielsweise Tauschschränke oder Nachbarschaftsgärten eintragen. Ab sofort könnt ihr auch Obstbäume mit Gelbem Band als Hub erfassen. So sehen alle, wo sie willkommen sind und ernten dürfen, und gleichzeitig wird die Idee sichtbar.
Was müsst ihr dafür tun?
- Gelbes Band besorgen: Die Gemeinde hält die gelben Bänder bereit. Holt euch eins für euren Obstbaum oder euren Strauch.
- Band befestigen: Bindet das Band gut sichtbar um den Stamm. Damit gebt ihr offiziell die Erlaubnis zum Pflücken für den Eigenbedarf.
- Hub anlegen: Öffnet unsere Hubs‑Karte, wählt die Kategorie „Gelbes Band” und beschreibt euren Baum (z. B. Sorte, Pflückzeit). So finden eure Nachbar*innen den Weg zu den reifen Früchten.
- Gemeinschaft genießen: Freut euch, wenn euer Baum besucht wird, und nutzt die Gelegenheit, Menschen kennenzulernen, denen die Natur ebenso am Herzen liegt.
Erntetipps für Selbstpflücker*innenLink to heading
Wer ein gelbes Band entdeckt, darf ernten — aber bitte mit Respekt. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gibt dazu klare Empfehlungen:
- Nur markierte Bäume: Erntet ausschließlich von Bäumen und Sträuchern, die mit einem gelben Band versehen sind.
- Schonender Umgang: Achtet auf die Natur und auf das Eigentum der anderen. Klettert nicht und verwendet keine Leitern; sammelt nur, was ihr erreichen könnt.
- Bedarfsgerecht pflücken: Nehmt nur so viel Obst, wie ihr selbst verbrauchen könnt, und prüft die Früchte vor dem Verzehr.
- Achtsamkeit auf der Wiese: Achtet beim Betreten auf Bodenunebenheiten und respektiert die Tier- und Pflanzenwelt.
Diese einfachen Regeln stellen sicher, dass das Obst für viele reicht und die Bäume gesund bleiben.
Gemeinsam Lebensmittel rettenLink to heading
Lebensmittelverschwendung betrifft uns alle. Jedes Jahr gehen in Deutschland etwa 11 Millionen Tonnen Lebensmittel verloren. Indem wir Obstbäume mit dem Gelben Band markieren und ihre Standorte über die Hubs teilen, leisten wir einen kleinen, aber wichtigen Beitrag: Wir retten leckere Äpfel, Birnen oder Pflaumen, fördern die Wertschätzung für regionales Obst und stärken das Miteinander in unserer Gemeinde.
Macht mit! Markiert eure Bäume, teilt die Freude über die Ernte mit euren Nachbar*innen und zeigt auf der Hubs‑Karte, wo man fündig wird. So wird aus einem einfachen Band ein Symbol für Zusammenhalt und Nachhaltigkeit.